Peschici liegt auf einem Fels hoch über dem Meer, wie ein hell leuchtendes Schmuckstück. Man erreicht den Ort über kurvenreiche Strassen, die durch eine dichte, duftende Vegetation führen, entlang an kleinen Buchten und steilen Klippen.
Hin und wieder fällt der Blick auf die "Trabucchi", antike Fischfang-Geräte aus Balken und Netzen, die auf die Zeit der Phoenizier zurückzuführen sind. Am Horizont sieht man die Tremiti-Inseln und die Insel Pelagosa.
Eine Legende aus dem XVI. Jahrhundert erzählt, dass an einem heissen Julitag plötzlich ein riesiger Heuschrecken-Schwarm plötzlich die Sonne verdunkelte und Obstgärten, Olivenhäine und Weinberge verwüstete. Die Bewohner der Ortschaft konnten ihre Häuser nicht mehr verlassen.
Verängstig durch die unheilvolle Situation versammelten sich alle Peschicianer in der Kirche und beschlossen zusammen mit den Geistlichen, eine Prozession durchzuführen, um den Heiligen Elia um Beistand anzuflehen.
So wurde die Holzstatue des Heiligen hervorgeholt (die schon lange in der Kapelle der Kirche "Madonna delle Grazie" unbeachtet herumlag) und alle gemeinsam begaben sich betend und weinend zum Kastell.
Am nächsten Morgen war der Strand von einer zwei Handbreit hohen Schicht von toten Heuschrecken bedeckt; an der Innenseite der Flügel trugen sie die Inizialen I und D (interpretiert als IRA DEI = der Zorn Gottes, um die Gegener der Kirche zu strafen). Der heilige Elia wurde zum Schutzpatron von Peschici ernannt und wird jedes Jahr am 19., 20. und 21. Juli gefeiert.
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